Chronik

Vorwort 

Im Jahr 2003 feierte die Stadtfeuerwehr Hall in Tirol ihr 135 jähriges Bestandsjubiläum.
Für den interessierten Besucher haben wir eine kleine "Zeitreise" durch die Geschichte unserer Wehr - mit ihren Höhen und Tiefen - gestaltet und uns dafür durch Archive und Chroniken "gewühlt".
Ein ganz besonderer Dank gilt hier unserem verstorbenen Kameraden FT Ing. Werner "Gifti" Zigler, welcher bereits vor Jahren den Großteil der hier publizierten Daten zusammengetragen hat. 

Von unserem Feuerwehr-Chronisten, Ing. Helmuth Jug, werden die Jahreschroniken seit dem Jahr 2003 digitalisiert und in einer äußerst ansprechenden Form dargestellt,  die wir ihnen nicht vorenthalten möchten (siehe Menüpunkte). Die Größe des Dateidownloads spricht für sich! Herzlichen Dank, Helmuth! 

Historische Entwicklung

In den Jahren 1647, 1760, 1789 und 1824 sollen jeweils gedruckte Feuerordnungen bzw. Bau- und Feuerlöschordnungen helfen, die Sicherheit der Stadt zu heben. Bereits in jener Zeit wird auch für den abwehrenden Brandschutz vorgesorgt und die Bürger zur Mithilfe verpflichtet. Heute würde man sagen, es besteht eine "Pflichtfeuerwehr".    
 

1515

  • Kaiser Maximilian schenkt der Stadt zur Brandbekämpfung eine lange Steigleiter.    
     

1784   

  • Mit diesem Datum ist eine Fahrfeuerspritze als "gemacht in Hall" gekennzeichnet und in der Landes-Feuerwehrschule für ein künftiges Museum hinterstellt.    
     

1818   

  • Die bisher offenen Ritschen werden eingedeckt.    

1824

  • In der Bau- und Feuerlöschordnung ist eine genaue Aufstellung der Löschgerätschaften der Stadt und der Saline, einschließlich der zum Dienst an den Gräten verpflichteten Bürger enthalten.    

1858   

  • 24. November: Die Eisenbahn durch das Unterinntal wir eröffnet.    

1862   

  • Der "Turnvater" Dr. Otto Stolz gründet den Turnverein Hall.    

1868   

  • 28. Februar - Gründung des Turn & Feuerwehr-Vereins Hall (Tirol):
    Bürgermeister Dr. Otto Stolz hat seine Turner im Gasthof Aniser versammelt und erläutert die Verpflichtung der Bürger, die sich aus der Bau- und Feuerlöschordnung von 1824 bei außergewöhnlichen Notfällen und Bränden ergeben. Der Turnvater zeigt anhand von historischen Stadbränden die Tatsache auf, dass der untrainierte Bürger zur Brandbekämpfung nur wenig beitragen könne. Er ist schlecht organisiert, in der Minderzahl und wird zudem zu spät alarmiert – kurz er ist den Anforderungen nicht gewachsen. Dr. Stolz veranschaulichte besonders die Vorteile, die sich durch eine eingespielte und gut ausgebildete Mannschaft an den Löschgeräten ergeben. Der Bürgermeister und Turnvater spricht von Verantwortung für den Mitmenschen und von Kameradschaft. Es wird ruhig in der Wirtsstube und die Köpfe der Männer beginnen zu glühen. Und dann bricht ein Sturm der Begeisterung los. 60 Männer erklären spontan "Wir bilden einen Turn & Feuerwehr-Verein" und sie, Herr Doktor sind unser Hauptmann!    
  • 19. Dezember: Erster Einsatz: Im Haus des Metzgermeisters Markl setzt eine vergessene Kerze mehrere "Mobilien" in Brand.    

1869   

  • 1. März: Die Annahme einer Feuerwehr-Dienstordnung schafft die Voraussetzungen für ersprießliches Arbeiten und gezielte Ausbildung:
  • 10. März: Die junge Wehr übernimmt eine neue Spritze und übersiedelt die Geräte in die Stiftskirche.
    Der Brand beim Lorerwirt in Mils, es kommt die neue Abprotzspritze zum Einsatz, gilt als die "Feuertaufe" der freiwilligen Feuerwehr.    

1871   

  • 9. Jänner: Brand im "Irrenhaus".
  • 20. Oktober: Schadensfeuer in der Schmiedgasse.    

1872   

  • In Lienz wird auf Initiative des Kommandanten der FF Innsbruck, Ägid Pegger, der Landes-Feuerwehrverband gegründet.
  • 18. Februar: Die Musikalien und Instrumente der aufgelösten Bürgergarde-Musikbande werden der Feuerwehr überlassen.    

1873   

  • Im September 1873 wird auf dem 1. deutsch-tirolischen Feuerwehrtag Dr. Stolz zum Obmann gewählt. Über sein Betreiben und basierend auf seinen Entwurf erlässt 1881 der Landtag die "Feuerpolizei- und Feuerwehrordnung". Dr. Stolz erreicht 1884 eine Art "Finanzausgleich" für die Gemeinden durch die Errichtung des Landes-Feuerwehrfonds.    

1875   

  • 17. Mai: Während unsere Feuerwehr in Amras hilft, steht in Hall das Dach der Pfarrkirche in Flammen.
  • 22. und 23. August: 3. Landes-Feuerwehrtag in Hall.    

1879   

  • Der Bürgermeister Dr. Otto Stolz lässt die "Hochdruck-Wasserleitung" erbauen.    

1882   

  • Der begeisterte Feuerwehrmann Dr. Otto Stolz und Viktor Freiherr von Graff gründen in Hall den Bezirksverband Nr. 4 der deutsch-tirolischen Feuerwehren.    

1885   

  • Erfolgt die Vereinigung des Turn & Feuerwehr-Vereins mit der städtischen Feuerlöschanstalt und die Übernahme der Feuerlösch-Gerätschaften der Stadt im Werte von K 100.000 (Kronen).    

1888   

  • 22. Oktober: Dr. Otto Stolz wird zum Ehrenmitglied ernannt.    

1891   

  •  Ankauf eines Schlauchwagens und Übersiedlung in das Magazin beim Braun.    

1895   

  • Anschaffung einer 2. Schubleiter, die Spritzen werden umgestaltet und modernisiert.    

1898   

  • 30. Juli: Unter Turbulenzen vollzieht sich die Trennung von den Turnern.    

1899   

  • 3. März: Die Landfahrspritze und der Schlauchwagen fahren mit der Bahn nach Schwaz, um bei dem dortigen Großbrand zu helfen.
  • 22. Mai: Die Feuerwehr begeht das Fest der Fahnenweihe.    

1900   

  • 27. Jänner: Die Feuerwehr stellt sich in den Dienst der kranken Mitbürger und gründet eine Sanitätsabteilung.
  • 3. Juni: Brand des Lorettokirchleins.    

1901   

  • 27. Februar: Errichtung einer Fernsprechanlage im Gerätehaus und in der Türmerstube.
  • 2. März: Der Überland-Löschzug hilft beim Großbrand in Wattens.    

1903   

  • 18. Juni: Anschaffung einer Magirus-Leiter, Kaufpreis 2.900 Kronen.
  • 6. September: 8. Landes-Verbandstag in Hall.    

1906   

  • 14 Mitglieder der Haller Wehr nehmen am 8. österreichischen Feuerwehrtag in Wien teil.    

1908   

  • Verkauf zweier Spritzen an Graßmayr um 300 Kronen.    

1910   

  • 4. Juni: Im Kinematographentheater, welches im Gasthof "Rose" in der Wallpachgasse seine Vorstellungen gab, brach ein gefährlicher Brand aus.
  • 14. September: Um 1.900 K wird eine Balanceleiter (= zweirädrige Leiter) angekauft.

1911   

  • 11. März: Kommandant von Dellemann wird zum Ehrenmitglied ernannt. Dr. Fritz Angerer, Obmann der Sanität führt Erste-Hilfe-Vorträge ein.    

1913   

  • 13. Dezember: Einführung der Knaust'schen Einheitskupplung

1914   

  • 14. März: Die Sanitäts-Abteilung wird zur Rettungs-Abteilung erweitert.
    Die Verwundetentransporte stellen an die Rettungs-Abteilung höchste Anforderungen. Nur mit geliehenen Automobilen kann die Vielzahl der Verwundeten in die Lazarette gebracht werden.    

1915   

  • 14. Februar: Ankauf eines neuen Rutschtuches für 300 Kronen.
  • 23. Mai: Brand im Kino.    

1919   

  • In Schreiben an die deutsch-österreichische Materialverwaltung stellt die Feuerwehr den Antrag für die erfolgte Überlassung von chirurgischer Ausrüstung mit einem geeigneten Automobil für die Rettungsabteilung beteilt zu werden.
  • 8. März: Obmann Jud wird Ehrenmitglied.
  • 29. August: Unsere Wehr hilft beim Brand der Rauchmühle in Mühlau.    

1920   

  • Die BBÖ (Bundesbahn) errichtet in Hall den größten Verschubbahnhof Tirols.    

1922   

  • 31. Juli: Großer Glückstopf zur Modernisierung der Wehr. Das Reinerträgnis von 7.763.261 Kronen wurde am nächsten Tag in Mehl angelegt, um Verluste durch die galoppierende Geldentwertung zu vermeiden.
  • 30. Dezember: Herr Ing. Richter spendet 50.000 Kronen für die Erneuerung der Fahne.    

1923   

  • 7. August: Ankauf der Magirus-Drehleiter um 80.000.000.000.000 (80 Billionen) Mark. Von der Stadt wurden 25 Millionen Kronen bewilligt.
  • 13. November: Übernahme eines Gummiwagens von der Rettung Innsbruck um 12 Millionen Kronen.    

1924   

  • Verkauf der alten Abprotz-Spritze um 1.400 Schilling!    

1925   

  • 16. Dezember: Erste Besprechungen wegen des Ankaufs einer Motorspritze und eines automobilen Krankenwagens.    

1927   

  • Die "Autospritze" und der Rettungswagen treffen ein
  • 5. August: Brand der Infektionsstation am Bahnhof.
  • 23. August, 2 Uhr früh: Brand des Anwesens des Ortsvorstehers von Heiligkreuz.
  • 2. September, 3 Uhr früh: Brand in der Holzläge der Fanny Mangott in der Unteren Fassergasse.
  • 2. September, 7 Uhr früh: In der Knabenvolkschule wird eine Brandlegung bemerkt.
  • 2. September, 23 Uhr: Es brennt in der Weinhandlung Seeber in der Bruckergasse.
  • 13. September, 22 Uhr 30: Das Haltestellenhäuschen der Lokalbahn in Thaur brennt.
  • 15. September: Im Stadel des Josef Zimmermann kommt Feuer zum Ausbruch.
  • 16. September, 1 Uhr früh: An der Hinterseite des Wedlstadls wird Feuer gelegt.
  • 16. September, 2 Uhr früh: Beim Viertel in der Oberen Fassergasse brennt ein Strohschober.
  • 20. September, 3 Uhr früh: In Thaur brennt das Haus Nr.68 des Josef Sieberer.
  • 22. September, 10 Uhr abends: Das Anwesen Oberer Brockenhofer brennt vollständig nieder.    

1929   

  • Aus Hall schreibt man uns (dem Tiroler Anzeiger) über eine Missglückte Rettungsfahrt.    

1931   

  • Ein "Kurbel-Induktor" wird installiert. Der Klingel-Alarm, die zur Zeit modernste und rascheste Verständigungsmöglichkeiten, senkt die Ausrückzeit erheblich.
  • 5. Mai: Josef Zimmermann sen. Wird anlässlich der 60-jährigen Mitgliedschaft geehrt.
  • 6. Juni: 41. Bezirks-Verbandstag in Hall.    

1933   

  • 23. Juni: Kommandant Brunner erfährt durch die Verleihung der goldenen Medaille für Verdienste um die Republik eine seltene Ehrung.
  • 24. September: Die Bezirks-Übung wird in Hall mit einer Beteiligung von 400 Mann abgehalten.    

1934   

  • 12. Februar: Großbrand im Haller "Scheunenviertel".
  • 24. März: Während der 66. Jahres-Hauptversammlung wird die "Landfahr-Spritzen-Rotte", als letzte "händische Einheit", aufgelöst.
  • 29. Mai: Die Krise der Welt kündigt sich an: Das Kommando muß in Innsbruck an einem Vortrag über "Luftschutz" teilnehmen.
  • 26. August: Wieder beginnt es in Hall: Während des 31. Landes-Feuerwehrtages (1500 nehmen daran teil) wird das Schaulöschverfahren vorgeführt.    

1935   

  • 10. Februar: 2. Ski- und Rodelrennen in Windegg.    

1936   

  • 24. Oktober: Unsere Kraftfahrer Max Bruch und Max Fuchs und ihr Bergkamerad Max Braun stürzen am Hundskopf tödlich ab.    

1938   

  • 30. Jänner: Wasserwehr: Durch Schneeverwehungen im Ausmaß von 150 bis 200 cm trat das Kinzacherbachl über die Ufer.
    Verordnungsblatt für Tirol: Namensänderung auf "Solbad Hall".
  • 3. Juli: 70. Gründungsfest mit Schauübung "Brandbomben in der Salzburger Straße".    

1939 

  • Gemäß Dienstbefehl vom 18.8.1938 wird die Rettungsabteilung mit 1.1.1939 als Bereitschaft Solbad Hall in das Deutsche Rote Kreuz eingegliedert.
    15. April: Letzte gemeinsame Jahreshauptversammlung von Feuerwehr und Rettungsabteilung wird durchgeführt.    

1940   

  • DIENSTBEFEHL 1/1940, ZAHL 4/10-40T: Die freiwilligen Feuerwehren im deutschen Reich sind aufgelöst und mit 27. November 1939 in die Hilfs-Polizei-Truppe "Freiwillige Feuerwehr" umgestaltet worden. Die FF Absam und Heiligkreuz werden zu "Nebenwachen" der Stadtfeuerwehr. Dieser Befehl wird jedoch von der Stadtfeuerwehr nur dem Namen nach vollzogen.
  • 2. September, 2 Uhr früh, die Sirenen heulen zum ersten Male: Fliegeralarm – es werden noch 196 Bombenalarme folgen, die 17.133 Einsatzstunden erfordern und großes Leid über die Stadt bringen!     

1941   

  • 1. Dezember: Seit diesem Tag, nach 6 Jahrhunderten ist die Türmerstube verweist. Moderne Nachrichtenmittel lassen die Wache durch den Menschen überflüssig erscheinen.    

1943   

  • Bomben fallen auf Innsbruck, unsere Wehr wird wiederholt zur Brandbekämpfung eingesetzt.    

1944   

  • 7. Dezember: Südöstlich der Stadt fallen 5 Sprengbomben in den Wald.
  • 15. Dezember: Im Thaurer Rangierbahnhof geht ein Benzindepot in Flammen auf. Es gibt Verletzte.
  • 25. Dezember: Der nordwestliche Teil der Stadt und die Bahnlinie werden mit Bomben belegt. Die Eisenbahnkreuzung bei Loretto wird durch Volltreffer zerstört.
    Gebäudeschäden: 3 total, 10 schwer, 10 leicht. 6 Menschen sterben in den Bombenruinen.    

1945   

  • 16. Februar: Zwischen 11.45 und 13.22 Uhr greifen 13, nach Augenzeugenberichten 27 Wellen zu je 7 bis 9 Bombern unsere Stadt an. Sie legen einen "Bombenteppich", der zwischen der Thaurer Straße, Kugelanger und dem Bahnhof seine vernichtende Spur zieht. Insgesamt sterben 102 Menschen.
  • 18. März: Sitzung im Gerätehaus wegen angeblicher Mängel beim Einsatz vom 16.2.: Ergebnis: "Die paar Feuerwehrkameraden hatten wichtigere Löschaufgaben zu erledigen, anstatt Meldungen zu erstatten!!"
  • 3. Mai: Das Kriegende wird in unserem Tagebuch wie folgt dokumentiert:
    9.15 Uhr abends Amerikaner fahren mit ihren Panzern über den unteren Stadtplatz.
    Aus ist's mit dem Fliegeralarm!
    Aus ist's mit der Verdunkelung!
  • 4. Mai, 5.45 Uhr früh: Brand im Eichater-Militär-Lager, in der Salzbergstraße. Meldung, 5.47 Alarm. 6 Uhr Abfahrt: Schutz der Nachbar-Baracken vor dem Feuer, später vor Plünderung. Um 6 Uhr abends übernimmt die Widerstandsbewegung den Wachdienst.    

1947   

  • Der Ankauf von zwei Tragkraftspritzen für den "Bezirkswagen" und das LF 15 bringt eine wesentliche Verstärkung unserer Wehr.
  • 17. April: Ein Nordlicht – ein in unseren Breiten sehr seltenes Naturschauspiel – gibt Anlaß zu einem Fehlalarm.
  • 31. August: Bezirks-Feuerwehrtag mit Großübung in Hall.    

1949   

  • Ein Feuerwehrdenkmal seltener Art hat das Bezirksfeuerwehrkommando seinem verdienstvollen Kommandanten Scheran errichtet: Der Roman-Scheran-Fonds soll jene Feuerwehrkameraden unterstützen, die im Dienst verunglücken oder unverschuldet in Not geraten.    

1950   

  • Erste Anregung für einen Führerschein-Kurs für die Kameraden.
  • 14. Mai Teilnahme an der Übung: "Das Landestheater brennt".    

1951   

  • Eine tragische Episode beleuchtet schlagartig die Bedeutung des langsam der Vollendung entgegengehenden Baues der Loretto-Überführung. Ein Brand in der Gießerei Haslinger schien leicht zu löschen. Doch die anrückenden Feuerwehrmänner mussten vom geschlossenen Bahnschranken aus mehr als 8 Minuten tatenlos dem Wüten des Feuers zusehen.    

1953   

  • Aus dem Posteinlauf: Sehr geehrter Herr Kommandant Walder! Ich beehre mich, Ihnen als Chef der Feuerwehr, erneut den Dank auszudrücken für den Geist der Zusammengehörigkeit, der Aufopferung und des Mutes, den die Feuerwehrmänner von Hall in ihrem Kampf gegen das Feuer in der Milserkaserne vom 8.Jänner 1953 gezeigt haben. Das Oberkommando der französischen Streitkräfte in Österreich.    

1957   

  • 11. Dezember: Bei Föhnsturm mit 100 km/h brennen nahezu gleichzeitig das Lager der Baufirma Montana und das Wirtschaftsgebäude der Heil- und Pflegeanstalt.    

1958   

  • Umbau des Geräthauses in der Krippgasse geht dem Ende zu.    

1962   

  • Ankauf eines Steuergerätes für das "Frequenz-Alarmsystem" durch die Stadtwerke. Die stille Alarmierung der Feuerwehrmänner kann wesentlich erweitert und technisch verbessert werden.    

1964   

  • 4. und 5. Juli: Der 2. Landes-Leistungsbewerb wird auf der Haller Lend ausgetragen. Selbstverständlich bleibt der Pokal für die landesbeste Gruppe in "Bronze B" und "Silber A" in Hall.    

1965   

  • Vorbeugen ist besser als Löschen: Unsere Männer führen eine Aktion "Entrümpelung" durch. Vor allem die Dachböden und Keller werden von angestautem "Kulturgut" (heute würde man Sperrmüll sagen) befreit. 110 LKW-Ladungen mussten zur "Entsorgung" abtransportiert werden.    

1967   

  • Die Wiederholung der Entrümpelung brachte nur noch 50 LKW-Ladungen.
    5. August: Aufhebung der Haller Saline. Unser Fahne wird zum zweiten Mal "übertragen". Diese Feinarbeit wird von den Schwestern vom heiligen Herzen Jesus, durchgeführt.     

1968   

  • 23. Mai: Die Stadtfeuerwehr feiert das 100. Gründungsfest verbunden mit dem 72. Bezirks-Feuerwehrtag.
    Landesrat Troppmair überbringt als Geschenk ein neues Funkgerät.    

1969   

  • 28. und 29. April: An diesen beiden Tagen haben wir allen Oberflurhydranten einen neuen Anstrich verpasst.
  • 26. Juli: Umweltkatastrophe in Inzing. Alarm für Stadtfeuerwehr Hall um 18.45 Uhr    

1971   

  • 15. Mai: Brand und Panik in der " Haller". Nach einem Fahrleitungsriß auf der Lokalbahn kam es in Höhe Röhrenwerke zu einen Kurzschluß mit Brand des Triebwagens. Die Fahrgäste drängten in Panik aus dem Wagen, wobei es Verletzte gab. Der Brand stellte für die Stadtfeuerwehr kein Problem dar, wohl aber die Beruhigung der Fahrgäste.    

1972   

  • Großfeuer im Stadtbräuhaus – Salvatorgasse – Pfarrplatz. Die Gefährlichkeit der Altstadt bringt sich in Erinnerung. Im Oktober wird die neue Innbrücke eröffnet, wir können wieder ohne Umwege helfen!    

1973   

  • 12. Mai: Der Glockenturm in Ampaß brennt: War es Brandstiftung?
  • 23. bis 25. Juli: Pedro hält die Feuerwehr drei Tage in Atem. Denn wenn du glaubst du hast ihn schon, dann.......
    Schließlich wurde er als strahlender Heimkehrer gefeiert! ( Pedro, der Papagei der Familie Nuding)
  • 28. Oktober: 100 Jahre Landes-Feuerwehrverband für Tirol.    

1974   

  • Wiederherstellung des Ortsnamens Hall in Tirol.
    Großbrand: Innerebner & Mayer – was hat der Günter bloß gegen die "Trampel"?
    Als "Vögelforcher" machte sich die Wehr um das Überleben hunderter Schwalben verdient. Die Tierchen hatten den Abflugtermin in den sonnigen Süden verpasst.    

1975   

  • 45 Einsätzmäntel werden nach einer Spendenaktion der Wirtschaft angekauft.
  • 9. Juli: Chlorgasunfall im Schwimmbad: 8 Personen erlitten Vergiftungen.
  • 22. November: Teilnahme an einer Hochhausübung in Innsbruck.    

1976   

  • 22. September: Brand im Krankenhaus-Labor. Wertvolle Geräte können gerettet werden.    

1977   

  • Höllisch heiß wird's: Gerätehausbau in der Bruckergasse nimmt "Pläne" an.
  • 21. Juli: Gefährliche Brandlegung in der "Fledermaus" (Disko).    

1978   

  • 21. Oktober: Spatenstich für das Gerätehaus an der Bruckergasse.    

1979   

  • Der alte Brauch des Fasserrössel-Reitens wird für kurze Zeit wiederbelebt.
  • 11. November: 77.000 Liter Superbenzin laufen nach einem Verschubunfall am Bahnhof aus.    

1980   

  •  9. März: Bürgermeister Dr. Josef Posch wird Ehrenmitglied.
    14. Oktober: Letzte Übung im und Abschied vom alten Gerätehaus.
    19. Oktober: Die Einweihung des "Neuen" ist ein großes Fest.    

1981   

  • 14. Mai: Großbrand der Firma Pümpel.    

1982   

  • 26. September: Der 100. Bezirks-Feuerwehrtag wird in Hall festlich begangen.
    Wir haben einen Landessieger: Karl Heinz Strickner schließt den Bewerb um das Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Gold als Landesbester ab.    

1983   

  • Februar: Bahnhofsvorstand und Kommando erarbeiten einen praktischen Einsatzplan mit Vorbildcharakter für ganz Österreich.
  • 27. Juli: Großalarm wegen Brand im Josefsinstitut.
    Am gleichen Vormittag: 122 Giftfässer sind undicht. Die LFS und unser "Gifti aus Hall" helfen in Wattens.    

1985   

  • April: 28 Mann absolvieren an der LFS den Sonderlehrgang "Schweres Rüstfahrzeug".
  • 6. und 7. August: Das gesamte Land wurde an diesen beiden Tagen von einer gewaltigen Hochwasser Katastrophe heimgesucht.
  • 6. August: Unser Kamerad und Freund Herbert Kindl kommt bei einem Murenabgang am Tulferberg ums Leben.    

1986   

  • 16. März: Waldbrand im Halltal.
  • 21. März. 116. Jahreshauptversammlung: Alois Zellner ist seit 70 Jahren Mitglied unserer Wehr.
  • 29. März: Wir trauern um unseren Ehrenkommandanten ABI Robert Walder.
  • April: Wir sammeln erstmals Giftmüll (10 Tonnen) aus den Haushalten.
  • 2. Juni: Wir üben: 2 Hubschrauber unterstützen uns bei einem angenommenen Hochhausbrand am Weißenbach.    

1987   

  • 23. Mai: Die Hausfrauen der Stadt lernen den Umgang mit dem Feuerlöscher im Sinne der 1. Löschhilfe kennen. Da Löschpulver stark staubt, wird anschließend im Gerätehaus mit anderen "Kleinlöschgeräten" OPEN END geübt.
  • 25. August: Hochwasser – eine Verklausung bedroht den Innsteg! (Foto)
  • 11. September: Einem "Falken" (engl. Falcon) wird ein herzlicher Empfang bereitet – die Feuerwehr bekommt ein neues Tanklöschfahrzeug.    

1988   

  • Ende Mai: Während der Weltfeuerwehrmesse – "Roter Hahn" – in Hannover stellt eine Delegation die Gefahrgutdatenbank GGDAT international vor. Der Siegeszug einer Idee nimmt seinen Lauf.
  • 4. und 5. Juni: Wir stellen unsere Schlagkraft und moderne Ausrüstung unseren Mitbürgern im Rahmen eines "Tages der Feuerwehr" vor.
  • 18. August: Wenige Tage vor der Eröffnung des Zubaues am Bezirkskrankenhaus steht dessen Dach in Flammen.    

1989   

  • 8. April: 20.000 Bäume werden beim Brand auf der Vintl-Alm im Gemeindegebiet Thaur vernichtet.
  • 20. Juni: "Habebam papam" (= lateinisch) – Kdt. Walter Graber wird zum BEZI (Bezirks-Feuerwehrinspektor) bestellt.
  • 12. Oktober: 13 (dreizehn) Feuerwehren üben die Waldbrandbekämpfung auf der Hinterhornalm. Zur Überwindung der 600 Höhenmeter von Gnadenwald zur Alm sind 2.300 m Schlauchleitung nötig.    

1990   

  • 24. Februar: Bezirkshauptmann Hofrat Dr. Sterzinger drückt erstmals die Knöpfe der neu errichteten Alarmzentrale "Florian Gendarmerie Hall"(für einen Probealarm versteht sich).
    Die Präsidialsitzung des Bundes-Feuerwehrverbandes tagt in Hall.
  • 5. Mai: 12 Kameraden absolvieren einen Sonderlehrgang "Gefährliche Stoffe".
  • 20. September: Wieder einmal müssen am Bahnhof 85.000 Fässer giftiges Benzol umgepumpt werden.
  • 7. Dezember: Im Halltal brennen die "Herrenhäuser" (evtl als link zu einem bericht)! Wertvolles Kulturgut ist in Gefahr. Dem Wetterunbill (Eis und Schnee) zum Trotz erreichen wir das schier Unglaubliche. Der Schaden bleibt begrenzt.  Zum Einsatzbericht    

1991   

  • Die Experten des Bundes-Fachausschusses "Gefährliche Güter" tagen in Hall.
  • 22. Juni: Neue Aufgaben kommen auf die Stadtfeuerwehr zu. Werden wir zur "Grubenwehr"? Mit Sauerstoff-Schutzgeräten fahren die Männer in den Berg. Künftige Einsätze im Inntaltunnel erfordern rechtzeitige Ausbildung.
  • 12. September: Ein Tag, an dem wir im Dienst einen Freund, einen Kameraden verlieren.
    Unser "Roschi", Brandmeister Adolf Mattersberger verunglückt während eines Übungseinsatzes an einem Hochhaus tödlich.    
     

1992   

  • Alarm – Ausbildung – Kameradschaft pflegen. Ein Jahr Gott zur Ehr' - dem Nächsten zur Wehr.